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Exedra-Bank

Die Platzierung von Rundbänken in landschaftlich gestalteten Gärten des 19. Jahrhunderts ist Karl Friedrich Schinkel (1781 - 1841) als Hauptverdienst zuzuschreiben. Von dem preußischen Architekten stammte auch der Entwurf für die heute nicht mehr existierende Exedra im Muskauer Badepark.

 

„Euer Durchlaucht empfangen hierbei die Zeichnung zur Bank, welche nicht wohl anders als im Stil der pompejanischen Bänke gehalten werden kann“, hatte Schinkel 1826 an Fürst Pückler geschrieben. Auf einer Lithographie von Louise Baronin Kotz aus den 1840-er Jahren ist die Ausführung zu sehen, die im ehemaligen Garten der Trinkgalerie zum Ausruhen einlud.

 

Zum 233. Geburtstag von Fürst Pückler am 30. Oktober 2018 soll die rekonstruierte Exedra am originalen Platz wieder aufgestellt werden. Bei gartenarchäologischen Grabungen war dazu das Fundament der Bank freigelegt und vermessen worden. Der Förderverein sammelt Geld für das rund 58 000 Euro teure Projekt.

 

Der Begriff Exedra kommt aus dem Griechischen und bedeutet sinngemäß: ein im Freien gelegener Sitz (éxō = draußen, außen und hédra = Sitz). Ruheplätze in dieser halbrunden Form dienten in landschaftlichen Anlagen einer besonderen Inszenierung, da der Blick von ihnen genau in eine Richtung und damit auf einen bestimmte Bildausschnitt gelenkt wird.